Bildung
Die
Situation in den Ländern
In den Ländern, in denen Enfants du Monde tätig ist, sind bei
den Bildungssystemen generell zwei Hauptprobleme zu beobachten:
- Versorgungslücken:
Bildung ist weder in allen Teilen des Landes noch für alle Kinder
im
schulpflichtigen
Alter zugänglich
- Mangelhafte
Qualität: Das Bildungsangebot ist nicht an die lokalen Gegebenheiten
angepasst,
die Lehrer
sind unzureichend ausgebildet, die Schüler bleiben dem Unterricht
häufig fern und
zeigen
schwache Leistungsergebnisse usw.
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Aus diesem Grund unterstutzt EdM , Partnervereinigungen, die Projekte
in folgenden Bereichen anbieten:
- Grundbildungsprojekte,
die auf eine
Verbesserung
der Bildungsqualität abzielen, an die
lokalen
Gegebenheiten angepasst sind und sich in
die
Gemeindestruktur einfügen;
- Aktivitäten,
die darauf abzielen, Druck auf
die lokalen Behörden und den Staat
auszuüben, Zusammenarbeit und
Verhandlungen mit den Behörden und dem
Staat,
um das landesweite Bildungsangebot zu
verbessern.
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Beispiel:
Grundausbildung für Maya-Kinder in Guatemala
Das
Konzept, das EdM verfolgt
Bildung
ist eine notwendige aber nicht genügende Voraussetzung für die
Entwicklung der Kinder und Völker.
Enfants du Monde betrachtet Bildung als ein effizientes Mittel, die lokalen
Gegebenheiten positiv zu beeinflussen und den sozialen Wandlungsprozess
zu unterstützen. Bildung ermöglicht es dem Kind höhere
geistige Fähigkeiten sowie, Aspekte, die für seine Zukunft als
Erwachsener von grosser Bedeutung sind, zu entwickeln. Diese beiden Konzepte,
nämlich Bildung als Selbstzweck und als Mittel, ergänzen einander
und verleihen der Bildung eine grundlegende Bedeutung als Motor für
die Entwicklung des einzelnen Menschen und der Völker.
In diesem Sinne müssen sich die Bemühungen auf die Verbesserung
der Qualität der Bildungsprozesse konzentrieren, die eine theoretische
und praktische Aneignung von Wissen ermöglichen sollen. Hochwertige
Bildung besteht nicht ausschliesslich in der Aneignung von Wissen, sondern
vielmehr auch im „Lernen lernen“: Dabei geht es darum, sich für das
gesamte Leben einen kritischen und entwicklungsfähigen Lernmechanismus
anzueignen, anstatt grundlegendes oder funktionales Wissen auswendig zu
lernen.
Darüber hinaus muss Bildung, entsprechend einem Grundprinzip der
Demokratie, für alle gleichermassen und ohne Diskriminierung zugänglich
sein.
Einer der Ansätze,
den Enfants du Monde seinen Partnern vorschlägt, ist jener der Pädagogik
des Textes, die das Erlernen unterschiedlicher Texttypen
als wichtigen Bestandteil des Unterrichts sowie die Autonomie und persönliche
Entwicklung der Schüler fördert.
Dieser Ansatz ist
jetzt schon Teil des Bildungskonzeptes unserer Projekte in Guatemala,
El Salvador und Niger und trägt bereits erste Früchte. Auch
weitere Partner in Burkina Faso, Haiti und Bangladesch planen, auf diesem
Ansatz aufzubauen oder haben bereits damit begonnen. Das Konzept der Pädagogik
des Texts wurde vom Institut pour le
Développement et l'Education des Adultes (IDEA)
(Institut für Entwicklung und Erwachsenenbildung), einem langjährigen
Partner von Enfants du Monde, entwickelt.
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