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PATENSCHAFTSPROJEKTE / Bildung

Der Anspruch auf Bildung ist ein Grundrecht jedes Kindes, damit es später über seine Zukunft selbst entscheiden kann.

Das Patenschaftsprogramm von Enfants du Monde ist ein Beispiel für unsere Nachhaltigkeitsphilosophie. Speziell die Projekte für eine qualitativ hoch stehende Bildung erfordern längere Einsatzperioden und können nicht als punktuelle humanitäre Hilfsaktionen gesehen werden.

Die Patenschaft erhält ihren Sinn durch die Mittelfristigkeit unserer Bildungsprojekte, die mindestens ein Jahr dauern und Kindern und ihren Familien wertvolle Unterstützung bieten.

 

Halbjährlich erhalten Sie ein Schreiben, dass Sie über die Erfolge und den Fortgang Ihres Patenschaftsprojektes informiert und Ihnen aufzeigt wie wertvoll und wichtig Ihre Unterstützung ist.

 

Einige Beispiele unserer Bildungsprojekte:

 

HAITI

NIGER

GUATEMALA

 

HAITI – Benachteiligten Kindern eine qualitativ hoch stehende Bildung ermöglichen

 

 

Will St-Louis, 15 Jahre, hat 5 Brüder und eine Schwester, seine Eltern leben fast ausschliesslich von der Landwirtschaft. Er besucht die öffentliche Schule von Macary von Café au Sud auf Haiti seit seinem 5. Lebensjahr. Er hat gerade die 3. Schulstufe angefangen. Will träumt davon Ingenieur zu werden. «Ich möchte einmal Umweltschützer werden», meint er, die Augen voller Hoffnung. «Wenn wir aus der Schule kommen und Leute treffen, die freie Zucht betreiben, dann sprechen wir mit ihnen über die Auswirkungen dieser Zucht auf die Umwelt.»

Der Kontext:

Auf Haiti gibt es nicht genügend öffentliche Schulen um den Ansprüchen der Kinder gerecht zu werden, und um die Zahl der qualifizierten Lehrkräfte steht es noch schlimmer. Die Zweisprachigkeit (Kreolisch und Französisch) sowie die lokalen Lebensbedingungen werden im Unterricht nicht ausreichend berücksichtig, was zu schulischen Misserfolgen und zu zahlreichen Schulabbrüchen führt.

Deshalb nehmen die Gemeindeschulen, die fast ausschliesslich von den Eltern finanziert werden, ca. 80% der Schulkinder des Landes auf, die meisten stammen aus der Landbevölkerung oder aus Randgesellschaften. Wenn die Eltern die Schulgebühren nicht bezahlen können, heisst dies nicht nur, dass die Kinder keine Grundbildung erhalten, sondern auch, dass sie anstatt zur Schule gehen zu können, arbeiten müssen .

 

Das Projekt:

In Zusammenarbeit mit der haitischen Forschungs- und Interventionsgruppe für Alternativbildung (GRIEAL), die sich aus kompetenten Fachkräften, welche sich mit der haitischen Bildungssituation auskennen zusammensetzt, unterstützt Enfants du Monde die Entwicklung eines qualitativ hoch stehenden Bildungssystems mit dem Ziel, den Schulunterricht und die pädagogischen Ansätze in 10 Gemeindeschulen mit ca. 3'200 Schülern in der Region Jacmel zu verbessern. Hierbei wird besonders auf die Einschulung der Mädchen Wert gelegt. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Fortsetzung der Schule nach der Grundstufe so einfach wie möglich zu gestalten.

 

 

Hauptaufgaben von Enfants du Monde:

In Zusammenarbeit mit seinem Partner, und dank den Spezialisten im Bereich Bildung vor Ort leistet EdM nicht nur finanzielle Unterstützung , sondern beteiligt sich auch an der Entwicklung des Bildungsprogrammes und der Ausbildung und pädagogischen Unterstützung der Lehrkräfte , sowie der Entwicklung, Ausarbeitung, Evaluierung und Publikation didaktischer Materialien für die Kinder.

 


 

 

NIGER - Schule der zweiten Chance

 

Oumoulkayrou Yacouba, 12 Jahre: «Meine Mutter ist Hausfrau. Es ist das erste Mal, dass ich zur Schule gehe, ich bin sehr glücklich und möchte später einmal Schneiderin werden.»

 

Der Kontext:

Laut UNICEF besuchen nur 30% der Kinder aus Niger die Primarschule und 61% der dort lebenden Familien müssen mit nur einem Franken pro Tag zu Recht kommen . Das Bildungssystem ist überholt und der vermittelte Lernstoff realitätsfremd. Darüber hinaus wird auf Französisch unterrichtet, obwohl dies nicht die Muttersprache der Kinder ist. Dies erklärt die hohe Zahl der Schulabbrüche, die hohe Durchfallquote, das Desinteresse der Kinder und das daraus resultierende Misstrauen der Eltern gegenüber der Schule .

 

Das Projekt:

Die Nigersche Organisation innovativer Lehrkräfte (ONEN) ist Initiant des Pilotprojektes «Schule der zweiten Chance», das sich speziell auf die Verbesserung der Qualität und den Ausbau der bereits vorhandenen Bildungsmöglichkeiten im Niger konzentriert . Das Projekt richtet sich an Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren, die die Schule abgebrochen haben oder gar nicht eingeschult wurden und versucht ihnen in 4 Jahren das Basiswissen der ersten 5 Schuljahre zu vermitteln (Lesen, Schreiben, Rechnen und Naturwissenschaften), mit dem Ziel ihnen den Wiedereinstieg in die öffentliche Schule auf Sekundarniveau zu ermöglichen. Unterrichtet wird in der städtischen Gemeinde Niamey, das Projekt erreicht zurzeit 212 Kinder von benachteiligten Randgebieten.

 

Hauptaufgaben von Enfants du Monde:

Enfants du Monde hat beim Aufbau und der Ausarbeitung der Bildungsinhalte des im Jahr 2005 gestarteten Projektes wichtige Unterstützung geleistet und konnte im Anschluss 5 «Schulen der zweiten Chance» eröffnen. Neben der Finanzierung des Projektes bemüht sich EdM um Anerkennung des neuen Bildungsansatzes bei den lokalen Behörden . Darüber hinaus unterstützt EdM den Ausbau des Pilotprojektes damit es später auch in anderen Gemeinden Anwendung finden kann.


 

GUATEMALA - Eine qualitativ hoch stehende Bildung für Maya-Kinder

 

 

Ein Schüler erzählt:

«Die Schule vermittelt uns Wissen über unsere Kultur, unsere Vorfahren und unsere Herkunft. Ich finde es gut, dass wir auch praktische Kurse haben und verschiedene Handwerkstechniken erlernen.»

 

Victor Humberto Quib Oxom, 21 Jahre, ehemaliger Schüler an der Schule in Peña Blanca und heute Student am Institut für natürliche Ressourcen in Cobàn:

«Ich möchte gerne mein Studium weiterführen und Forstingenieur werden damit ich anderen helfen und sie ausbilden kann. Durch das Studium wird uns mehr Wissen vermittelt und wir sammeln Erfahrungen, die uns später einmal von nutzen sein werden. Es wäre sehr hilfsreich wenn Enfants du Monde uns weiterhin unterstützen könnte, denn Bildung gibt uns die Möglichkeit zur Weiterentwicklung.»

 

 

Le contexte :

Le Guatemala est un pays jeune et à majorité indigène et rurale, dont l'éducation nationale ignore malheureusement les besoins. La majorité des écoles se trouvent dans les villes et certaines zones rurales manquent totalement de structures d'accueil. De plus, l'espagnol est en général la langue enseignée et d'enseignement avec pour résultats, une population indigène analphabète à 80% et un enseignement inadapté , voire inutile pour ceux qui y ont accès.

 

 

Der Kontext:

Guatemala ist ein junges Land, das vorwiegend aus einer indigenen und ländlichen Bevölkerung besteht, deren Bedürfnisse im nationalen Bildungssystem nicht berücksichtigt werden. Die Mehrheit der Schulen befindet sich in den Städten und einige ländliche Gegenden besitzen gar keine Einschulungsstrukturen . Darüber hinaus wird meist auf Spanisch unterrichtet, was bei den Einheimischen zu einer Analphabetisierungsrate von 80% führt, die übrigen 20 Prozent erhalten eine Schulbildung , die ihrer Lebenssituation kaum angepasst und somit von geringem Nutzen ist.

 

Hauptaufgaben von Enfants du Monde:

Dank seiner Spezialisten im Bereich Bildung kann Enfants du Monde die Ausbildung der Lehrkräfte unterstützen und wertvolle Hilfe bei der Zusammenstellung der Bildungsprogramme und der Ausarbeitung der geeigneten didaktischen Lehrmittel mit besonderer Berücksichtigung der Maya-Kultur bieten. Neben der Finanzierung des Projektes unterstützt Enfants du Monde Xch'ool Ixim bei der Vernetzung und dem Aufbau von Kontakten mit den Akteuren des Bildungssektors, insbesondere mit dem Staat um das Bildungsprojekt möglicherweise auf anderen Maya-Regionen ausweiten zu können.