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PATENSCHAFTSPROJEKTE / Gesundheit

 

Der Anspruch auf Gesundheit ist ein Grundrecht jedes Kindes, damit es später über seine Zukunft selbst entscheiden kann.

 

Das Patenschaftsprogramm von EdM steht für die Nachhaltigkeit unserer Projekte. Damit ein solches Programm etwas bewirken kann, bedarf es einer längeren Projektdauer und kann somit nicht als punktuelle humanitäre Hilfsaktion gesehen werden.

Eine Patenschaft kommt dieser Forderung gerecht, indem sie für mindestens ein Jahr zahlreichen Kindern und deren Familien Unterstützung bietet.

 

Halbjährlich erhalten Sie ein Schreiben, dass Sie über die Erfolge und den Fortgang Ihres Patenschaftsprojektes informiert und Ihnen aufzeigt, wie wertvoll und wichtig Ihre Unterstützung ist.

 

 

Einige Beispiele unserer Gesundheitsprojekte:

 

BANGLADESH

EL SALVADOR

BURKINA FASO

 

 

BANGLADESH - Im Norden des Landes kümmern wir uns vor allem um die Gesundheit von Mutter und Kind.

 

 

Rezia, eine junge Mutter zweier Töchter erwartet ihr drittes Kind. Sie ist im 6. Monat, hat keinen Arzt, ernährt sich unausgewogen und hat keinen Zugang zu Trinkwasser. Dass dies zu Komplikationen während der Geburt führen könnte, weiss sie nicht. Rezia zeigt sich deshalb am neuen Gesundheitsprojekt sehr interessiert und möchte mehr darüber erfahren, wie sie sich zu Hause und in der Gemeinde um ihre Gesundheit, die ihres Ungeborenen und ihrer Kinder kümmern kann.

 

Der Kontext:

In den ländlichen Gebieten in Bangladesch mangelt es an Personal und materiellen Ressourcen auf Gesundheits- und Bildungsebene . Der Distrikt Netrokona im Norden des Landes lässt den Bauernfamilien kaum Hoffnung auf Verbesserung der Gesundheitssituation, vor allem was die Gesundheit von Mutter und Kind betrifft. Laut UNICEF litten im Jahr 2006 fast 1 auf 2 Kinder an Unterernährung und die Sterberate von Müttern lag bei 320 auf 100'000 Frauen .

 

Das Projekt:

Dank der Entwicklungsarbeit in den Gemeinden kann der lokale Partner von EdM, PARI auf ein weites Netz von Frauenorganisationen im Distrikt Netrokana zurückgreifen, die für junge Frauen, Mütter, Schwangere, deren Ehemänner und Familien Bildungsateliers im Bereich Gesundheit durchführen. Das Projekt unterstützt sie auch bei der Vorbereitung auf die Geburt , bei der Erkennung und Behandlung von Symptomen und Notfällen . Darüber hinaus hilft PARI in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium ONG, bei der Ausbildung des Pflegepersonals der lokalen Gesundheitszentren der Region, bei der Verbesserung der post- und pränatalen Untersuchungsmöglichkeiten und informiert die Gemeinden über die vorhandenen sanitären Dienstleistungsangebote .

 

Hauptaufgaben von Enfants du Monde:

EdM finanziert dieses Projekt und bietet technische Unterstützung basierend auf dem Gesundheitsansatz der Weltgesundheitsorganisation: «Zusammenarbeit mit Individuen, Familien und der Gemeinschaft für die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen.»

 


EL SALVADOR - Verbesserung des Gesundheitssystems in der Region Sonsonate

 

Rosa Elvira Salazar zieht während einer Gesprächsrunde Bilanz und erzählt, was sie alles gelernt hat: «Ich finde es wichtig, über die Gewalt die Frauen und Kindern angetan wird, über die Entwicklungsstadien des Ungeborenen und über die verschiedenen Methoden der Familienplanung besser informiert zu werden. Ich habe viel gelernt, auch darüber wie schwangere Frauen, Neugeborene und Kinder besser umsorgt werden können.»

 

Der Kontext:

In den ländlichen Gebieten von El Salvador sind die sanitären Einrichtungen spärlich: ein Arzt und ein medizinisches Zentrum für mehr als 30'000 Menschen . Laut UNICEF lag die Sterberate von Kindern unter 5 Jahren im Jahr 2006 bei 25 auf 1000 Kinder (im Vergleich starben in der Schweiz 5 auf 1000 Kinder) und die Sterberate von Müttern im Jahr 2005 bei 170 auf 100'000 Geburten, dieser Wert liegt weit über dem nationalen Durchschnitt. In Zusammenarbeit mit Enfants du Monde und lokalen Partnern hat das Gesundheitsministerium von El Salvador Massnahmen eingeleitet, die zur Verbesserung der Situation beitragen sollen. Eine der wichtigsten Massnahmen ist die Einführung eines neuen Gesundheitsabschnittes in den nationalen Strategieplan zur Verbesserung der Gesundheit von Mutter und Neugeborenem.

 

Das Projekt:

Das Projekt besteht nicht nur aus dem Behandeln und Vorbeugen von Krankheiten , sondern auch aus der Einleitung aller notwendigen Massnahmen zur Verbesserung der Gesundheit von Mutter (weit über 28'600 sind betroffen) und Kind (mehr als 3'300 Neugeborene) von 7 Gemeinden. Der Zusammenschluss für Bildung in El Salvador (CEES), Partner von Enfants du Monde seit 10 Jahren, das Gesundheitsministerium und die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (OPS/OMS) haben folgende Massnahmen zur deutlichen Verbesserung der Pflege eingeleitet:

- Bildungsateliers zum Thema Gesundheit

- Bessere Vorbereitung auf die Geburt und auf eventuelle Notfälle

- Organisation von Transportmöglichkeiten zu den Gesundheitszentren

- Erleichterte Einschulung von Mädchen

Hauptaufgaben von Enfants du Monde:

Finanzierung und technische Unterstützung sind die Hauptaufgaben von Enfants du Monde in diesem Programm. Bereits im Jahr 2004 hat EdM bei den ersten Entwürfen für den Nationalplan mitgewirkt und unterstützt heute die Partner des Projektes bei der Umsetzung des Gesundheitsansatzes «Zusammenarbeit mit Individuen, Familien und der Gemeinschaft für die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen». Dieser Gesundheitsansatz wurde auf Mandat der Weltgesundheitsorganisation vom EdM-Generalsekretariat erarbeitet.

 


BURKINA FASO - Die Gesundheit von Mutter und Neugeborenem verbessern

 

Die medizinische Betreuung von Schwangeren und Kleinkindern in einem Gesundheitszentrum des Distrikts Saponé reicht von der Überwachung der Schwangerschaft und der Gewichtszunahme des Kindes, über die Kontrolle aller lebenswichtigen Organe, der Motorik, der frühkindlichen Aktivitäten bis zu allenfalls notwendigen Impfungen des Kleinkindes.

Der Kontext:

Laut UNICEF liegt die Sterberate von Müttern in Burkina Faso weiterhin sehr hoch : im Jahr 2005 starben 700 auf 100'000 Mütter während oder nach der Geburt, in der Schweiz waren es zum Vergleich lediglich 7. Die Sterberate bei Kindern unter 1 Jahr lag bei 122 auf 1000, 4 auf 1000 in der Schweiz. Das Gesundheitsministerium engagiert sich deshalb seit kurzem nicht nur für die Ausarbeitung der sanitären Einrichtungen, sondern auch für die Einrichtung von Präventionsmassnahmen und versucht Einzelpersonen, Familien und die Gemeinden von ihrer Verantwortung gegenüber der Gesundheit von Mutter und Neugeborenem zu überzeugen.

 

Das Projekt:

Angefangen hat alles mit einem neuen Gesundheitsansatz auf Gemeindendebene in 3 verschiedenen Regionen (im Zentralosten, Zentralnorden und in der Region Cascades), so konnten bereits mehr als 670'000 Frauen vor, während und nach ihrer Schwangerschaft medizinisch betreut und 135'0000 Neugeborenen konnte eine bessere medizinische Versorgung ermöglicht werden.

In den Dörfern wurden verschiedene Bildungsateliers zu den Themen Hygiene, Ernährung, Familienplanung, Aids und zu spezifischen Problemen, die die Gesundheit von Mutter und Kind betreffen organisiert. Schwerpunkte sind dabei die Geburtsvorbereitung , die Ausbildung von qualifiziertem Pflegepersonal für Notfälle und der Zugang zu den sanitären Einrichtungen (Transport, Krankenversicherung). Sobald sich erste Erfolge abzeichnen, ist eine Ausweitung auf nationaler Ebene geplant.

 

Die Hauptaufgaben von Enfants du Monde:

Zusammen mit anderen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation und dem Gesundheitsministerium von Burkina Faso gehört Enfants du Monde der Pilotprojektgruppe an. Von ihrem lokalen Büro aus kümmert sich Enfants du Monde um die Finanzierung des Programmes, sie spielt eine wichtige Katalysatorrolle und bietet technische Unterstützung bei der Umsetzung der verschieden Projektphasen, bei der Koordination und der Anerkennung durch lokale Autoritäten.